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Kann ein Pelletofen ohne Strom gehen?

Pelletofen ohne Strom – ist das möglich?

Besitzt ein Pelletofen hohe Verbrauchskosten?

Jeder Hersteller gibt den Pelletverbrauch für sein Produkt nur ungefähr an. Jedoch gibt es Berechnungen, wie viele Kilogramm im Allgemeinen verbraucht werden. Bei Volllastbetrieb werden 2 bis 2,5 kg Pellets, teilweise sogar 3 kg benötigt. Wird der Ofen nur teillastig betrieben, sinkt die Pelletmenge auf 0,6 bis 0,9 kg. Die Grundlage für diese Berechnungen bilden ein Stundenverbrauch und eine 10 KW Kesselleistung.
Der Preis für ein Kilogramm Pellet wird vom Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. festgelegt. Im Januar 2016 betrug dieser 28,49 Cent / kg, wobei die Preise regional unterschiedlich sein können. Auch die Abnahmemenge spielt beim Berechnen des Preises eine wichtige Rolle.
Ein Pelletofen wird allerdings nicht nur durch Pellets betrieben. Zur Steuerung der Elektronik, der Kontrolle des Verbrennungsvorgangs sowie der Regelung der Pelletzufuhr unter Hilfenahme der Förderschnecke wird Strom benötigt. Durchschnittlich erfordert ein vollautomatisch funktionierender Pelletofen ungefähr 120 Watt. Ein halb automatisierter Ofen ohne Förderschnecke verbraucht ca. 255 Watt.
Inzwischen existieren zwei stromlos betriebene Pelletöfen von deutschen Herstellern. Diese funktionieren jedoch nur als Raumheizung, da sie nicht wasserführend sind. Kundenrezessionen zufolge besitzen die Öfen zudem Probleme beim Heizbetrieb. Diese Probleme konnten ebenfalls nicht gelöst werden.

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Pelletöfen und ihre Vorteile

Ein wesentlicher Vorteil ist die Temperaturregelung. Die Brenndauer und die Temperatur sind steuerbar. Dadurch lässt sich die gewünschte Heizhöhe und –dauer leicht steuern. Pelletöfen lassen sich einfach und sicher bedienen. Im Gegensatz zu herkömmlich durch Feuer betrieben Öfen entfällt das Anzünden und Nachlegen.
Pelletöfen sind umweltfreundlicher und vor allem CO2-neutraler als Kaminöfen. Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen, also Erdöl und Erdgas, ist für die Gewinnung von Pellets weniger Energieaufwand nötig. Da Pellets nicht mit der Preisentwicklung von Erdgas und –öl gekoppelt sind, sind sie zudem wesentlich günstiger.
Die Qualität von Pellets ist durch eine EU-Normierung geregelt. Diese Normierung sorgt dafür, dass Pellets qualitativ immer gleichbleibend hoch sind. Dadurch werden Schlackerückstände im Ofen verhindert und durchgehend sehr gute Abgaswerte versichert.

Verpackung von Pelletöfen

Pellets lassen sich einfach, gut und sicher lagern. Sie werden immer in wasserdicht verpackten Säcken verkauft. Ein Lagerraum muss deshalb nicht eingerichtet werden.
Im Vergleich zu einem Kaminofen verfügt ein Pelletofen über einen deutlich höheren Wirkungsgrad. Durch das Heizen mit Pellets entwickelt sich nur eine geringe Aschemenge. Dadurch muss der Auffangbehälter nur selten entleert werden. Die Asche ist zusätzlich umweltfreundlich und kann unter anderem im Garten entsorgt werden. Durch das Verbrennen der Pellets entsteht außerdem keine Geruchsbelästigung.
Wasserführende Pelletöfen senken deutlich die Energiekosten, da sie zur Entlastung der zentralen Heizungsanlage beitragen. Sie können finanziell gefördert werden, wenn sie in einem Bestandsbau aufgestellt werden. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, veröffentlichte hierfür eine vollständige Liste der förderfähigen Modelle.

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zum Pelletofen Vergleich 2016